Auch Katzen erfreuen sich als Heimtiere großer Beliebtheit.
Sie brauchen nicht täglich ins Freie geführt zu werden. Dadurch kommen sie weniger mit Gefahrenquellen, wie Straße, Parks usw., in Berührung. Das gilt natürlich nur für reine Wohnungskatzen.
Katzen sind Einzelgänger keine Rudeltiere. Sie
bleiben zeitlebens Individualisten und teilen mit dem Menschen höchstens das Revier.
Sie haben bei ausschließlicher Wohnungshaltung keine Ablenkung und werden manchmal überängstlich und sogar aggressiv gegenüber einzelnen Familienmitgliedern. Als Einzelgänger leiden sie aber nicht so unter dem täglichen Alleinsein wie die Hunde, trotzdem wäre es besser für das Tier, ihr einen Spielgefährten zu besorgen, denn 2 Katzen sind glücklicher als eine und es gibt nix schöneres wie sie beim Kuscheln oder Spielen zu beaobachten.
Katzen sind überwiegend Fleischfresser. Ihr Eiweißbedarf ist sogar höher als der der Hunde. Der Fettanteil der Katzennahrung sollte bei 20 % liegen. Gemüse in Form von gehackten Kräutern, Salaten oder Möhren sind jeder Mahlzeit zuzusetzen. Heute werden natürlich viele Fertignahrungen in großer Auswahl angeboten. Aber auch hier gilt: nicht alles was teuer ist, ist auch gut für die Katze.
Es wird zweimal täglich gefüttert. Das Futter sollte frisch sein und Zimmertemperatur haben. Wasser muss immer ausreichend zur Verfügung stehen. Man kann Wohnungskatzen ständig Katzengras ( gibt es in jedem Zooladen) in einer kleinen Schale anbieten. Besonders Jungkatzen sind täglich Vitamine und Mineralstoffe zugeben, da sie sonst häufig Knochenaufbaustörungen bekommen.
Katzen haben die Gewohnheit, ihre Exkremente zu verscharren. In der Wohnung bietet man ihnen hierzu eine flache Schale mit saugfähigem Katzenstreu an. Die Schale ist täglich mit klarem Wasser zu reinigen.
Die Fellpflege wird von den Kurzhaarkatzen meist selbst übernommen. Gelegentlich kann man sie bürsten. Langhaarkatzen müssen regelmäßig gekämmt und gebürstet werden, da ihr Fell sonst verfilzt.
Die Krallenpflege übernimmt die Katze selbst. Man kauft dazu einen handelsüblichen Kratzbaum. Steht so etwas nicht zur Verfügung, wird gern eine Sesselecke oder ein Tischbein als Ersatz genommen, was aber nicht immer die Zustimmung des Besitzers findet.
Mit viel Geduld und Liebe lassen sich die Tiere zum ständigen Benutzen des Kratzbaumes erziehen. Man muss abpassen, wann das Tier zu kratzen beginnt, und es dann unter mahnenden Worten zum Kratzbaum bringen. Katzen verwenden viel Zeit auf die Körperpflege, dennoch bringt die Haltung auch Aufgaben für den Tierliebhaber. Die Ohren und die äußeren Gehörgänge der Katzen sind monatlich zu kontrollieren und Ohrenschmalz und Staub zu entfernen.
Viele braune, fettige, meist körnige Ablagerungen können auf Ohrmilbenbefall hindeuten. Diese Katzen sind dem Tierarzt vorzustellen. Die Katze kann besonders über ihren Kot die Toxoplasmose übertragen. Die Sauberkeit der Kotschale ist der beste Schutz.
Katzen können jährlich drei- bis fünfmal Junge werfen. Der pflichtbewusste Tierhalter muss diesen Nachwuchssegen steuern. Es ist unverantwortlich, die Katzenzahl unkontrolliert zu vergrößern. Eine Sterilisation ist in solchen Fällen zu empfehlen. Es ist eine ungefährliche Operation. Sie führt nicht zur Wesensänderung des Tieres. Kater werden vielleicht etwas träger, die mangelnde Bewegungsfreude muss über die Fütterung ausgeglichen werden.
Dies sollten einige Anmerkungen über die Haltung von Katzen sein. Jedem Tierfreund, der sich mit dem Gedanken beschäftigt sich eine Katze anzuschaffen, empfehle ich zuerst die entsprechende Fachliteratur zu lesen.
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