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Erkrankungen der Königspythons!!!

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Die Krankheitserkennung ist bei Riesenschlangen manchmal keine einfache Sache. Darum sollte jeder Halter bemüht sein, seine Tiere ständig zu beobachten um eventuelle Unnormalitäten rechtzeitig zu erkennen. Solche Verhaltensänderungen müssen nicht unweigerlich eine Krankheit nach sich ziehen. Tiere können auch nur einfach mal ihre Gewohnheiten umstellen. Gerade darum ist aber die ständige Beobachtung unumgänglich.

 

 


Es ist auch keine Schande sollte einmal ein Tier erkranken. Auch in den saubersten Terrarien können Krankheiten ausbrechen. Das bereitgestellte Wasser ist hier der Übertragungsfaktor Nr.1. Gerade der Pseudomonas aeruginosa, ein durch das Wasser übertragbarer Erreger, kann ein etwas geschwächtes Tier schnell mal vom Hocker hauen. Tiere in guter Verfassung können mit dem Erreger leben ohne das sie irgendein Anzeichen von Krankheit zeigen. Das Immunsystem hält den Erreger in seinen Grenzen.


Um eins gleich vorwegzunehmen: Nicht jeder Krankheitsverlauf ist auf andere Tiere übertragbar. Dies hängt immer von der jeweiligen Konstitution des erkrankten Tieres ab.

 

 

Einige Hauptmerkmale, die auf eine Erkrankung hinweisen können:

- Futterverweigerung
- Einstellen des Züngelns
- Häutungsschwierigkeiten
- Ausgestrecktes Liegen der Schlange
- Stark verminderte Reaktionen beim Handling
- Ständiges im Wasser liegen (Aussenparasiten)
- Deutliche Gewichtsabnahme
- Auswürgen des Futters
- Häufiges Urinieren
- Ständiger breiiger bis flüssiger Kot
- Ausfluss aus Nase und/oder Mund
- Weiße Maulschleimhaut ohne und mit Bläschenbildung

Es können eine oder auch mehrere Faktoren für ein Krankheitsbild verantwortlich sein. Je mehr es sind desto wahrscheinlicher ist eine Erkrankung. Bei Rot gekennzeichneten Symptomen ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß. Es sollte dann unverzüglich ein Fachtierarzt aufgesucht werden.

Wie weiß ich nun ob die Schlange wirklich erkrankt ist?


Die sicherste Methode ist ein Abstrich (Aussenparasiten ausgenommen). Die erste Variante ist der Kloakenabstrich. Hierfür gibt es spezielle Stäbchen (in Apotheken erhältlich) die man vorsichtig und mit drehenden Bewegungen in die Kloake einführt und die anschließen in einem Röhrchen fest verschlossen werden. Das Stäbchen wird dabei in eine Nährlösung getaucht, damit die Keime nicht absterben. Den Maulabstrich brauche ich wohl nicht näher zu erleutern. Er wird einfach mit den gleichen Stäbchen aus dem Maul des Tieres entnommen. Klar sollte auch sein, das bei einer erkennbaren Maulerkrankung ein Maulabstrich sinnvoller ist als ein Darmabstrich. Anzumerken wäre noch das evtl. Innenparasiten beim Abstrich schlechter zu erkennen sind
Ein weiteres Mittel ist die Kotprobe. Hier können Innenparasiten sehr gut nachgewiesen werden. Den zu untersuchenden Kot einfach in eine Filmdose geben. Je frischer der Kot umso besser das Untersuchungsergebnis.
Die Proben werden dann an ein Diagnose-Institut gesandt, welche die Erreger oder Parasiten ermitteln. Gleichzeitig werden auch Resistenztests (Antibiogramm) der verschiedenen Behandlungsmittel (z.B. Antibiotika) und Behandlungsvorschläge gemacht.
Ist ein Tier bereits verstorben, kann man dieses auch komplett einschicken. Es sollte aber vorher nicht eingefroren sondern, wenn möglich, nur kühl gelagert werden. Das Einfrieren zerstört Zellstrukturen und macht somit ein korrektes Ergebnis schwieriger bis unmöglich. Die Tiere sollten gut verpackt werden, damit evtl. austretende Körperflüssigkeiten aufgefangen werden können.

 
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