Königspython Ernährung
Königspythons fressen in freier Wildbahn hauptsächlich Nagetiere und kleinere Vögel. Bei der
Terrarienhaltung sind Mäuse, Wüstenrennmäuse und Ratten die gängigen Futtertiere.
Wie alle Schlangen kann der Königspython sehr große Beutetiere verschlingen. Pauschal könnte man sagen,
dass er ein Beutetier verschlingen kann, das ca. 1,5 mal so dick ist wie an seiner dicksten Stelle.
Allerdings ist es nicht unbedingt ratsam einen Königspython immer mit dem größtmöglichen Futtertier zu füttern.
Normal reicht es, wenn erwachsene Tiere etwa alle 3-4 Wochen mit Futter in der
Größenordnung von einer Ratte versorgt werden. Kleinere Schlangen werden 14-tägig gefüttert,
Schlüpflinge wöchentlich. Der Fütterungstermin und auch die Futtermenge kann und sollte variieren.
Allgemein sollte man die Futtermenge den Gegebenheiten anpassen. Hat er zum Beispiel längere Zeit nichts gefressen, sollte man bei der Futteraufnahme eher häufiger aber
etwas kleiner füttern. Weibchen müssen nach einer Eiablage eventuell häufiger gefüttert werden, damit sie ihre Fettreserven wieder auffüllen können. In so einem Fall kann es auch bei adulten (erwachsenen) Tieren zu wöchentlichen Fütterungen kommen.
Wichtig ist jedoch, dass immer ein paar Tage zwischen den Fütterungen liegen, damit der Python die Möglichkeit hat, das Futtertier auch in Ruhe zu verdauen.
Verfüttert werden können kleinere Säugetiere, wie Mäuse, mongolische Wüstenrennmäuse, Ratten oder Hamster.
Allerdings sollte man bei einem Königspython daran denken, dass er sich auch gern mal zu
einem Futterspezialisten entwickeln kann und dann nur noch Hamster oder Wüstenrennmäuse anrührt.
Eine Fütterung mit lebenden Futtertieren ist immer unter Aufsicht durchzuführen, da sie ein
Verletzungsrisiko darstellen. Vor allem sollte man niemals ein lebendes Futtertier über Nacht mit dem Python im Terrarium lassen.
Den Königspython ist es egal, ob man lebende oder tote Futtertiere füttert. Wichtig ist nur, dass die Futtertiere qualitativ gut sind.
Auch bei dauerhafter Fütterung mit Frostfutter (es gibt die Futtertiere beim Zoohändler im gefrorenen Zustand) ist keine Zugabe von speziellen Vitaminen erforderlich.
Im Gegenteil - da Schlangen überflüssige Vitamine nicht ausscheiden können, sind zuviel gegebene Vitamine sogar gefährlich.
Frostfutter muss vor dem Verfüttern unbedingt aufgetaut werden und sollte in etwa auf Körpertemperatur (zum Beispiel in einem Gefrierbeutel unter heißes Wasser halten)
gebracht werden. Man sollte sich jedoch bei der Anschaffung eines Python
regius darüber im Klaren sein, dass er ein wahrer "Futterspezialist" werden kann. Sollte
sich der Python auf eine Art von Futtertier "spezialisiert" haben, dann kann dies unter
Umständen bedeuten, dass er nie wieder oder nur schwer anderes Futter annimmt.
Eines der größten Probleme beim Python regius stellt die Futterverweigerung da. Hierbei ist zu sagen, dass besonders häufig die Wildfänge die Nahrung verweigern.
Am besten sollte man eine deutsche Nachzucht von einem Züchter erwerben, da dieser die Tiere in der Regel futterfest abgibt und man damit auch nach dem Kauf einen kompetenten Ansprechpartner zur Seite hat.
Aber auch solche Nachzuchten können futtermäßig Sorgen bereiten.
Allerdings kann es auch bei (vor allem bei geschlechtsreifen Männchen) zu Futterpausen von mehreren Monaten kommen. Dies ist in der Regel absolut ungefährlich für das
Tier. Man sollte natürlich abgeklärt haben, dass das Tier gesund ist.
Eine regelmäßige Kontrolle des Gewichts und des Allgemeinzustandes ist selbstverständlich.
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