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Frettchen sind Fleischfresser (Carnivoren), die durch ihre anatomischen Besonderheiten des neu5Magen-Darm-Traktes eine Sonderstellung innerhalb der Carnivorenfamilie einnehmen. Frettchen fehlt der Blinddarm um zellulosehaltige Nahrung zu verdauen und sie verfügen nur über einen sehr kurzen Dickdarm. Die Dickdarmlänge des Frettchens beträgt nur ca. 5 % der Gesamtlänge des Magen-Darm-Traktes, während z.B. bei Hund und Katze die Dickdarmlänge ca. 20 % der Gesamtlänge des Magen-Darm-Traktes beträgt. Beim Frettchen durchläuft die aufgenommene Nahrung den kompletten Verdauungstrakt in ca. 3-4 Stunden. Bedingt durch diese kurzen Verdauungszeiten bleibt dem Frettchenorganismus nicht viel Zeit, die aus dem Futter aufgespaltenen Nährstoffe aufzunehmen. Frettchen benötigen daher eine Ernährung, die zu 80 % aus tierischem und nur zu 20 % aus pflanzlichem Protein besteht, wobei der Bedarf an pflanzlichem Protein durch den Mageninhalt der Futtertiere bzw. in der Heimtierhaltung durch die im Trockenfutter enthaltenen pflanzlichen Inhaltsstoffe gedeckt wird.

Trockenfutter:

Hier wird gerne auf hochwertiges Katzentrockenfutter zurückgegriffen, da es wie bereits erwähnt, in Deutschland sehr schwer ist an spezielles Frettchenfutter heranzukommen.
Hier eignen sich z.B. Royal Canin, Eucanuba, Hills und Iams.
Spezielle Trockenfuttersorten für Frettchen sind: Frettchen4you, Totally Ferret und Kennel Nutrition Ferret.
Unsere Frettchen haben den ganzen Tag Trockenfutter zur freien Verfügung
stehen.

Nassfutter:

Hier kann hochwertiges Katzendosenfutter angeboten werden z. B. das Animonda Carny, RopoCat, Bozita, Schmusy wird häufig verfüttert. Auch hier heißt es lesen und vergleichen! Von Aldi das Shah / Lux hat zwar nur 60% Fleischanteil, aber dafür gibt es eine Sorte ohne Zucker. Zum Untermischen mit anderen Nassfutter ist es geeignet.Nassfutter kann mit Vitaminflocken, und Öl verfeinert und angereichert werden.
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Fleisch:

Muskelfleisch enthält in der Regel das beste Eiweiß. Das in Lunge, Pansen, Hirn enthaltenen Bindegewebseiweiß ist von minderer Qualität. Muskelfleisch von Rind, Schaf, Kaninchen sollten Sie nur dann roh verfüttern, wenn Sie es frisch und aus einwandfreien Beständen gekauft haben.
Vorsicht: rohes Schweinefleisch darf, nicht verfüttert werden, da es den Erreger der tödlichen verlaufenden Aujeszkyschen Krankeit enthalten kann.


Innereien:

Bei Innereien stehen Herz an erster Stelle. Nieren und Leber sind so genannte Filterorgane und sollten nicht öfter als einmal pro Woche gegeben werden. Außerdem kann es durch Leber zu einer Vitamin-A-Vergiftung kommen. Beachten Sie auch, dass rohe Leber abführend wirkt und gekochte stopfen kann.

Geflügel:

Auch hier sollten Sie darauf achten, dass es aus einwandfreien Beständen gekauft wurde. Sehr gut und auch preisgünstig sind Hühner- oder Putenmägen und Herzen.

Eintagsküken und Mäuse:

An diese Art der Fütterung muß man sich als Halter erst einmal gewöhnen. Die meisten Frettchen lieben dieses Futter. Küken nur bei zuverlässigem Händler kaufen und beim auftauen die Außentemperatur beachten.

Fisch:

Fisch ist gut verdaulich und reich an Proteinen und Mineralien. Hier ist darauf zu achten, dass es bei Süßwasserfisch nur Forelle ist, ansonsten sollte Seefisch verfüttert werden, denn Weißfisch enthält Thaminase, der das Vitamin B1 spaltet und zerstört.
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Eier:

Ein Eigelb pro Woche ist unbedenklich. Wenn sie es roh verfüttern wollen, trennen Sie das Eiweiß sorgfältig davon ab. Rohes Eiweiß enthält eine Substanz, die das wichtige Biotin bindet und dessen Resorption im Darm verhindert. Gekochtes Eiweiß ist unbedenklich.

Sonstiges:

Gerne fressen Frettchen auch Salatgurke, Paprika, Melone, Reis, Nudeln, Katzen- und Frettchenleckerlies, Bananen, Katzenmilch, Vitaminpaste.
Bei den Leckerlis ist auf Zucker zu achten, zuviel Zucker ist ungesund, besonders für die Zähne !!!
Das Wasser immer zu Verfügung zu stehen hat, muss eigentlich nicht extra erwähnt werden, aber ich mache dies trotzdem.
Wasser kann im Wassernapf angeboten werden, manche bieten den Tieren auch das Wasser aus einer Nippeltränke an, aber ich finde dies nicht richtig, da Frettchen dann zu wenig trinken und dies zu Nierenversagen führen kann.

 
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